Die Bildungsmöglichkeiten haben sich durch die Coronapandemie grundlegend verändert. Dank engagierten Technologieexperten sind neue Lösungen und Perspektiven entstanden.

2020 verzichteten Schulen in mehr als 100 Ländern auf den Präsenzunterricht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Davon waren weltweit etwa eine Milliarde Kinder betroffen. Für diejenigen, die mit der entsprechenden Technologie ausgestattet waren und die Fortschritte im Bereich E-Learning nutzen konnten, ersetzte der Distanzunterricht den Unterricht im Klassenraum.

Aber anders als bei anderen Umstellungen von Lehrplänen und Programmen musste sofort gehandelt werden.

„Es war ein Chaos“, erinnert sich Stephanie Keenoy, Lehrerin und Leiterin von Achievement First, einem Netzwerk von 41 öffentlichen Schulen in freier Trägerschaft in den US-Bundesstaaten Connecticut, New York und Rhode Island.

„Die Entscheidung, die Schulen zu schließen, wurde an einem Freitag getroffen, und bis Montag brauchten wir einen Plan für den Unterricht von 15.000 Kindern. Es musste eine funktionierende Lösung her, das war keine Frage.“

Stephanie Keenoy

Stephanie Keenoy

Für Achievement First war der Lockdown eine große Herausforderung. Viele Schüler des Netzwerks kommen aus sozial benachteiligten Familien oder Familien ethnischer Minderheiten und hatten keinen Zugang zu der benötigten Technologie oder zum Internet.

„Es war unsere oberste Priorität, weiter mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu bleiben und ihnen das Lernen zu ermöglichen“, berichtet Mel Oliveros, die während der Pandemie bei Achievement First als Senior Director of IT tätig war.

„Die meisten Kinder unserer Schulen stammen aus sozial benachteiligten Familien mit Migrationshintergrund. Bei diesen Kindern hatte es auch vor Ausbruch der Pandemie schon Auswirkungen, wenn sie einen Tag nicht in der Schule waren.“

Die Schulen erwarteten Lösungen von der IT-Abteilung. Als Vice President of Technology stand Marques Stewart vor der größten Herausforderung in seiner beruflichen Laufbahn: Wie konnte sein Team aus weniger als 20 Mitarbeitern es schaffen, etwa 2.800 Mitarbeitern und 15.000 Schülerinnen und Schülern in drei Bundesstaaten Zugang zu der nötigen Technologie zu verschaffen, die sie vielleicht noch nie zuvor genutzt hatten?

Marques Stewart

Marques Stewart

Emotionen und Zweifel

Am Anfang ging es weniger um die eigentliche Technologie, sondern um Logistik und schnelle Entscheidungen.

Als klar war, dass die Schulen auf Onlineunterricht umstellen würden, schaffte das IT-Team von Achievement First Tausende von Chromebooks und WLAN-Dongles an – bis die Bestände erschöpft waren.

Kind mit Chromebooks

Gemeinsam mit den Teams der einzelnen Schulen sortierten sie den Laptop-Bestand. Sie desinfizierten und aktualisierten die Geräte und bereiteten sie für die Nutzung im Homeschooling vor.

Sie installierten vertraute Software wie Google Meet, Google Classroom und Google Docs, aber auch Programme, die zuvor in dem Umfang noch nicht auf bundesstaatlicher Ebene verwendet worden waren.

Eine der größten Herausforderungen bestand darin, die Geräte an die Schulen zu liefern. Transporter machten sich auf den Weg nach Connecticut und Rhode Island, während Zweierteams die Bereiche von New York City versorgten, in denen die Schulen aufgrund der steigenden Zahl von Ansteckungen nicht zugänglich waren. Private Garagen wurden zu Lagern umfunktioniert, von denen die Geräte zu den Haushalten transportiert wurden.

„Wir haben es geschafft, aber es war wirklich nicht leicht“, erzählt Stewart.

Es war sehr emotional. Viele waren müde und hatten Zweifel. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit.

Das IT-Team schaffte es schließlich innerhalb von drei Wochen, alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte für den Onlineunterricht auszustatten.

Mel Oliveros gibt Anleitungen per Videokonferenz

Mel Oliveros gibt Anleitungen per Videokonferenz

Fehlerbehebung und hybride Lösungen

Aber die Arbeit eines IT-Experten ist mit der fertigen Einrichtung noch nicht beendet. Täglich waren Probleme mit Hardware, Software und Internetzugang zu lösen.

Und die IT-Abteilung war plötzlich der neue Ansprechpartner Nummer 1 für Eltern und Erziehungsberechtigte.

Das Team stellte ein effizientes Ticketsystem für technische Supportanfragen auf die Beine, bot persönlichen Telefonsupport an und stellte Ressourcen und häufig gestellte Fragen rund um das Homeschooling zusammen – und das alles zusätzlich zum regulären Arbeitspensum.

Aber es folgten weitere Herausforderungen.

Im Herbst kehrten einige Kinder an die Schulen zurück, sodass die Lehrkräfte Präsenz- und Distanzunterricht gleichzeitig stemmen mussten.

Achievement First brauchte ein neues hybrides Modell. Das Team entwickelte schnell eine Lösung auf Basis der verfügbaren Technologie.

„Wir installierten Kameras und Monitore in den Klassenräumen und schulten die Lehrkräfte darin, die Kinder im Homeschooling dazuzuschalten“, erläutert Frau Oliveros.

Das klappte sofort sehr gut.

Kinder im Onlineunterricht

„Die Kinder haben sich einfach unheimlich gefreut, ihre Mitschüler und den Klassenraum wiederzusehen.“

Wenn er sich jetzt die aufgezeichneten Videos ansieht, muss Herr Stewart immer noch lächeln.

„Das hat mich sehr stolz gemacht auf unsere Arbeit. Die Kinder haben erlebt, was mit Technologie möglich ist, und fanden es einfach cool.

Wir sind manchmal verrückte Wege gegangen, um unsere Ziele zu erreichen. Aber das war es wert, weil es dadurch möglich wurde, die Kinder weiter zu unterrichten.“

Kind am Laptop

Das Gelernte erfolgreich nutzen

Herr Stewart betont, dass sein Team durch die Pandemie die Möglichkeit hatte zu zeigen, dass ihm die Bildung der Kinder genauso am Herzen liegt wie den Lehrkräften.

Und er fügt hinzu, dass es gutgetan hat, einmal im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen.

„Wir IT-Experten arbeiten ja meist im Hintergrund. Aber in diesem Jahr waren wir an vorderster Front.

Ich bin stolz darauf, wie flexibel, innovativ und hart unser Team gearbeitet hat, um dieses Schuljahr möglich zu machen. Wir sind wirklich über uns hinausgewachsen, und ich hoffe, solche Herausforderungen bleiben uns in Zukunft erspart.“

Frau Keenoy sagt rückblickend: „Die letzten 18 Monate waren die härtesten und herausfordernsten meiner 18-jährigen beruflichen Laufbahn.“ Für sie sind die Mitglieder des IT-Teams die wahren Helden dieser Zeit.

Ohne die IT-Abteilung wäre an unseren Schulen im letzten Jahr kein Unterricht möglich gewesen. Wir haben es den IT-Experten zu verdanken, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Familien und Schulleitung die Unterstützung erhalten haben, die sie brauchten.

Und die Schulen sind gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Die Teilnahme am Distanzunterricht lag konstant bei 98 % bis 99 % und auch das Engagement der Schülerinnen und Schüler war überraschend hoch, wie Achievement First bei einer Studie herausfand.

„In dem Jahr, in dem die meisten Kinder im Distanzunterricht waren, ist die Motivation gestiegen“, berichtet Frau Keenoy. „Unsere Schülerinnen und Schüler sind an der Situation gereift.

Sie haben im letzten Jahr viel gelernt, und dafür bin ich wirklich dankbar.“

Mädchen mit einem Chromebook

Technologie als fester Bestandteil

Jetzt hat das neue Schuljahr begonnen und wir hoffen, dass unsere Kinder wieder langfristig in ihren Klassen unterrichtet werden können. .

Herr Stewart ist jedoch davon überzeugt, dass die Rolle, die die Technologie während der Pandemie gespielt hat, noch weiter ausgebaut und dass sich in Zukunft eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht etablieren wird.

„Es ist keine Frage – der Präsenzunterricht und die dadurch erlebte Gemeinschaft sind natürlich das Ideal. Aber jetzt wissen wir, dass es nicht der einzige Weg ist. Auch mit Technologie ist es möglich, sich zu vernetzen und so ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben.

Technologie lässt sich für den Unterricht kreativ einsetzen. Es hat uns wirklich die Augen geöffnet, was es da für Möglichkeiten gibt.“

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