Viele sind der Auffassung, dass Menschen mit Behinderung sich in den Bereichen IT und Technologie schwertun.

Dieser Auffassung möchte eine Nonprofit-Organisation in Nigeria etwas entgegensetzen.

Die Special Needs Initiative for Growth ist überzeugt, dass MINT- und Robotik-Programme für Kinder mit Behinderungen genau das Richtige sind. Und mit dem so erworbenen Wissen haben Schüler und Studenten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft.

Laut Gründerin und Geschäftsführerin Racheal Inegbedion ziehen Menschen mit Behinderung einen Beruf im MINT- oder IT-Bereich oft gar nicht in Betracht, weil sie sich das nicht zutrauen.

Racheal Inegbedion

Racheal Inegbedion

„Menschen mit Behinderung werden oft einfach nicht berücksichtigt“, erklärt sie. „Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese Lücke zu füllen und bessere Voraussetzungen für diese Menschen zu schaffen, indem wir ihnen ermöglichen, Technologie in einem anderen Format zu erleben.“

Wir möchten es jungen Menschen mit einer Behinderung ermöglichen, ihren Traumberuf im Bereich Technologie zu ergreifen.

Die durch Subventionen finanzierte Initiative, die von mehreren Entwicklungsorganisationen unterstützt wird, bietet MINT- und Robotik-Kurse für junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren mit Down-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen sowie für Kinder mit zerebraler Kinderlähmung und Sehbehinderungen an.

In den letzten drei Jahren konnte Special Needs Initiative For Growth so bereits mehr als 300 Menschen aus Nigeria und anderen Teilen Afrikas inspirieren, einen IT-Beruf zu ergreifen.

Menschen befähigen

Oluwatobiloba „Tobi“ Oluwole

Hoch hinaus

Die Programme werden von erfahrenen Lehrkräften geleitet, die ihren Schülerinnen und Schülern die Welt der Technologie nahebringen, indem sie mit ihnen elektronische Schaltungen bauen, Drohnen steuern und Roboter programmieren.

Als Partner des Projekts bringt Oluwatobiloba Oluwole seinen Schülerinnen und Schülern in der Global Air Drone Academy in der Hafenstadt Lagos bei, wie man Drohnen steuert.

Er zeigt zuerst, wie es geht. Dann erhalten alle ein Kit, mit dem sie ihr eigenes Flugobjekt bauen können.

Herr Oluwole achtet auch darauf, dass seine Schülerinnen und Schüler die Sicherheitsbestimmungen sowie die Luftfahrt- und Lizenzgesetze kennen. „Wir bringen ihnen Verantwortung bei“, erläutert er.

„Wir machen ihnen klar, dass sie mit komplexen, teuren und potenziell gefährlichen Geräten umgehen und dass sie für verursachte Schäden haftbar sind. Wir bringen ihnen bei, dass sie für ein Fluggerät verantwortlich sind.“

Aber das Wichtigste ist, ihr Interesse und ihre Neugier zu wecken, die Möglichkeiten der Technologie zu entdecken.

Wir möchten sie begeistern. Wenn sie es schaffen, ihre Drohnen zum Fliegen zu bringen, sind sie ganz aus dem Häuschen. Das ist immer ein tolles Erlebnis.

Mel Oliveros gibt Anleitungen per Videokonferenz

Es funktioniert!

Clifford Ajefo, Partner des Unternehmens Brainiacs STEM und Robotics, der an verschiedenen Standorten in Nigeria Praxiskurse für Jugendliche mit Beeinträchtigungen gibt, baut mit seinen Schülerinnen und Schülern Roboter.

Zuerst zeigt er ihnen, wie sie einfache Fahrroboter selbst bauen können. Wer die grundlegenden Dinge beherrscht, kann richtig kreativ werden und Roboter mit komplexeren Funktionen bauen. Ajefo ermuntert die Kinder und Jugendlichen auch, für den Bau der Roboter Materialien von zuhause zu verwenden, die nichts kosten.

Clifford Ajefo

Clifford Ajefo

„Wir fördern die Kreativität der Kinder. Sie überlegen, was ihr Roboter tun könnte, und finden ihre eigenen Lösungen“, so Ajefo.

„Sie sind begeistert, wenn es ihnen gelingt, den Roboter selbst zu programmieren. Sie sagen: ‚Es funktioniert!‘ und ich sage ‚Natürlich, du hast das mit künstlicher Intelligenz programmiert, das muss funktionieren.‘“

Sie haben neue Ideen für Funktionen, und wir arbeiten gemeinsam daran, sie umzusetzen. Sie lernen von uns und wir lernen von ihnen. Es ist ein gemeinsames Projekt.“

„Mit Robotern erlebt man direkt, was der Code bewirkt, anders als bei Computern“, erklärt er. So können die Schüler sich besser vorstellen, was mit Technologie alles möglich ist.

Vorbereitung für Teilnehmer mit Sehbehinderung

IT-Kurse für Blinde und Sehbehinderte sind ein neuer Bestandteil im Programm der Special Needs Initiative For Growth. Dikko Yusuf, Projektkoordinator der Initiative im Norden von Nigeria, hat in Zusammenarbeit mit einer Schule für Blinde und Sehbehinderte ein Alphabetisierungsprogramm für Computer entwickelt.

Viele Schülerinnen und Schüler verwenden ausschließlich die Brailleschrift und es geht ganz einfach los: den Computer starten, ein Dokument hochladen, einen Webbrowser öffnen, eine Suche durchführen.

Herr Yusuf, der selbst sehbehindert ist, möchte alles dafür tun, dass junge Menschen mit Sehbehinderung mit den anderen Schritt halten können.

„Die virtuelle und digitale Welt entwickelt sich rasend schnell weiter – wir kommunizieren über Technologie. Also versuchen wir, ihnen die Technologie nahezubringen“, erklärt er.

Auf zu neuen Ufern

Auf zu neuen Ufern

Bei Barack Obama American Corner, einer der Partnerorganisationen der Initiative, spielt die Atmosphäre eine große Rolle. Bimbo Akintunde ist davon überzeugt, dass Kreativität nur in einer Umgebung freigesetzt werden kann, in der man sich wohlfühlt. In so einer Umgebung bauen ihre Schülerinnen und Schüler Spindelmotoren, hochsensible Alarmsysteme oder leistungsstarke Tonprojektoren – alles über elektronische Schaltungen.

„Wir schaffen eine Umgebung, in der sie wirklich experimentieren und Dinge ausprobieren können.“

Frau Akintunde hat diese Erfahrung gezeigt, wozu Menschen fähig sind.

„Wir glauben oft, dass Kinder mit Down-Syndrom oder Autismus zu vielem nicht fähig sind. Aber wenn ich sie hier beobachte, wie sie lernen und die Dinge zusammensetzen, dann sehe ich, dass jedes Kind ein besonderes Talent hat, egal, wie seine Voraussetzungen sind. Das ist eine tolle Erfahrung.”

Auf zu neuen Ufern

Aus ähnlichen Motiven unterstützt Innocent Okuru von der Down Syndrome Foundation junge Erwachsene dabei, ihre Stärken zu entdecken und sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

„Sie entdecken so viele Dinge, die sie selbst tun können“, erklärt er.

„Wenn sie diese Möglichkeit nicht hätten, wären sie nicht motiviert und würden in unserer Gesellschaft benachteiligt. Deshalb möchten wir sie für Technologie begeistern.“

Weltweite Anerkennung

Special Needs Initiative For Growth ist eine weltweit anerkannte Initiative. 2021 wurde sie von Zero Project, einer Organisation, die sich weltweit für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzt, als beste Initiative für die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt und IuK-Technologien für Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet.

Die verschiedenen Programme sind so konzipiert, dass die Teilnehmer dabei unterstützt werden, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. 58 junge Erwachsene mit Down-Syndrom und Autismus haben bereits ein Praktikum begonnen.

Andere erhalten Stellenangebote oder Zuschüsse für eine Unternehmensgründung. Sie werden von erfahrenen Beratern unterstützt, wodurch sich ganz neue Berufschancen ergeben.

Fit für die Zukunft

Fit für die Zukunft

Frau Inegbedion erläutert, dass sich durch die Kombination von sonderpädagogischer Förderung mit Technologie erstaunliche Ergebnisse erzielen lassen. Die Schülerinnen und Schüler lernen viel mehr als die Bedienung eines Computer oder andere technische Fähigkeiten.

Sie lernen, echte Probleme zu lösen, und das hilft ihnen bei der Vorbereitung auf die Arbeitswelt.

„Mit der Zeit erlernen sie wichtige Fähigkeiten in vielen Bereichen wie Zuhören, Führungseigenschaften, emotionale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit, Teambuilding und Flexibilität in der Gemeinschaft.“

Wir möchten den Teilnehmern wirkliche Chancen im echten Leben vermitteln.

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